BESUCH LERNENDE NOLAX AG

11. Mai 2016
Lernende der Firma Nolax Collano Adhesives AG

Am 11.Mai 2016 besuchten uns die Lernenden der Firma nolax collano adhesives AG, um einen Sozialtag bei uns zu verbringen.

Nach einer herzlichen Begrüssung und Vorstellungsrunde sahen die Jugendlichen eine Präsentation über die Krankheit Demenz, deren Folgen für die Betroffenen und die Angehörigen im Alltag. Luzia Hafner führte sie sachte und einfühlsam in dieses Thema ein und erklärte das Konzept Hof Obergrüt.

Anschliessend wurden die Jugendlichen in verschiedene Gruppen eingeteilt um bei der Betreuung der Gäste mitzuhelfen. Sie erfuhren wie der praktische Alltag mit dieser Krankheit gestaltet und auch insbesondere Humor und Leichtigkeit gelebt werden. Die Jugendlichen zeigten einen sehr wertschätzenden und liebevollen Umgang mit unseren Gästen. Während der Begleitung der Menschen mit Demenz erkannten die Lernenden die verschiedenen Defizite aber auch die Ressourcen der Betroffenen. Sie beteiligten sich achtsam bei der Betreuung der ihnen anvertrauten Personen. Es wurden spannende Gespräche geführt, die Jung und Alt sehr genossen.

Nach einer Fragerunde bei Kaffee und Kuchen hiess es bereits schon wieder Abschied nehmen. Es war ein beeindruckender und interessanter Tag für die Jugendlichen, die Gäste und uns Mitarbeiter.

Wissen über die Krankheit an junge Menschen weiterzugeben, sie zu sensibilisieren und ihnen dadurch einen anderen Umgang mit Demenzkranken zu ermöglichen, finden wir enorm wichtig. Es hat uns sehr Spass gemacht. Herzlichen Dank für diese gegenseitig schöne Erfahrung.

BERICHT VON ALBION AVDYLI

Lehrlingsausflug vom 11.05.2016

Als ich am Morgen zur Arbeit kam, wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde. Ich hatte mich mit dem Thema Demenz nicht sehr viel auseinander gesetzt, trotzdem war ich sehr gespannt. Als wir im Hof Obergrüt angekommen waren, war noch nicht viel zu sehen. Wir bemerkten aber, dass das ganze Haus eingezäunt war, und dass es beim Eingang ein Tor gab. Der Grund dafür ist, dass die Gäste auf dem Hof Obergrüt nicht einfach weglaufen können. Wir wurden herzlich mit einem Kaffee begrüsst und alle Mitarbeiterinnen stellten sich bei uns vor. Dann ging es weiter mit der Präsentation. Uns wurde alles nochmal erklärt. Danach konnte ich mir schon ein besseres Bild machen, was Demenz bedeutet und was das Konzept vom Hof Obergrüt ist. Anschliessend wurden wir bei verschiedenen Arbeiten eingeteilt. Ich durfte helfen, die Lebensmittel im Kühlschrank zu sortieren und einzufüllensowie Blumen neu einzutopfen. Dabei halfen auch eine Fachfrau und ein dementer Gast. Ich fand den Mann sehr lustig und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass er wirklich dement war. Ich merkte, dass er Freude an der Arbeit hatte. Als ich mit den Arbeiten fertig war, ging ich zu der Ausbildnerin vom Hof Obergrüt ins Büro. Sie zeigte mir, was die Ausbildung zur Fachfrau Betreuung alles beinhaltet, denn sie haben zum ersten Mal eine Lernende aufgenommen. Ausserdem zeigte sie mir, welche administrativen Arbeiten anfallen. Als wir auch das erledigt hatten, gab es Mittagessen. Erst ab dem Zeitpunkt, wurde ich mit der Demenz ein bisschen konfrontiert. Bei einigen Gästen war zu sehen, wie fortgeschritten die Krankheit schon war und bei anderen würde man gar nicht merken, dass sie an Demenz leiden. Trotz der Krankheit, die mich nachdenklich stimmte, war es ein spannender Morgen.

Albion

Nach dem Mittagessen hatten wir eine kurze Pause. und schauten einen Film über eine junge, demenzkranke Frau. Ich fand es eindrücklich zu sehen, dass die Krankheit nicht nur bei älteren Personen anschlägt, sondern auch junge Menschen treffen kann. Im Film ging er vor allem um die Betreuung dieser jungen Frau. Sehr schnell merkte man ihr die Krankheit an, denn sie wiederholte sich ständig, antwortete nicht auf die gestellte Frage, sondern sprach über ihre eigenen Themen. Anschliessend wurden wir wieder in verschiedene Gruppen eingeteilt. Bei schönem Wetter gibt es am Nachmittag oftmals einen Spaziergang. Einige der Gäste haben Probleme mit dem Laufen, deshalb bleiben sie im Haus. Diese machten den Fruchtsalat und spielten eine Runde (was??). Ich ging mit einem demenzkranken Mann und der Lernenden spazieren. Er war sehr ruhig und sprach nur wenig. Ich versuchte mit ihm zu sprechen. Einige der Fragen beantwortete er korrekt und bei einigen bekam ich keine Antwort. Ich merkte schnell, dass er gerne spazieren geht. Anschliessend haben wir gemeinsam den Fruchtsalat gegessen und uns mit den Gästen unterhalten. Es war beindruckend zu sehen, bei wem die Krankheit fortgeschritten war und bei wem sie noch in der Anfangsphase war. Am Schluss gab es eine kurze Feedbackrunde. Die Inhaberin gab uns ein Feedback und auch wir konnten ein Feedback geben. Wir haben ein positives Feedback erhalten und sie hatten sehr Freude, dass wir zu Besuch gekommen waren. Der Lehrlingsausflug war sehr interessant und abwechslungsreich. Ich habe die Krankheit besser kennengelernt und gemerkt, dass man eine grosse Verantwortung hat, diese Gäste zu betreuen.
Zum Abendessen gingen wir zusammen mit unseren Ausbildnern ins Restaurant La Squadra in Neuenkirch. Das Essen war sehr fein und wir hatten einen schönen und lustigen Abend.

Jovana